Marke im Fokus: WE Knife
Mehr als zehn Jahre lang stand der Name der Fabrik hinter WE Knife auf keinem einzigen Messer. Sie baute für andere Firmen, darunter einige der bekanntesten der Branche, und lernte dabei, was einen ordentlichen Serien-Folder von einem richtig guten unterscheidet. Als sie schließlich eine eigene Linie herausbrachte, wählte sie ein Motto aus zwei Wörtern, das selbstbewusst klingt und sich als ziemlich treffend herausstellt: Made Better.
Vom Klassenzimmer in die Fabrik
WE Knife Co., Ltd. wurde im Jahr 2000 von Joe Cheung gegründet. Er war Englischlehrer an einer Mittelschule und gab den sicheren Job auf, weil ihn Messer mehr interessierten. Angefangen hat er im Verkauf, danach baute er einen Fertigungsbetrieb in Yangjiang auf, einer Stadt in der Provinz Guangdong, die in ganz China für ihre Schneidwarenindustrie bekannt ist. Heute bezeichnet sich das Unternehmen als einen der größten chinesischen Hersteller hochwertiger Messer und Werkzeuge.
2014 beschloss Cheung, dass Auftragsfertigung allein nicht mehr reicht. Laut Unternehmen kam die erste Produktlinie von WE Knife 2016 auf den Markt. Zwei Schwestermarken folgten, CIVIVI 2018 für günstigere Alltagsmesser (dazu gibt es bei uns die Markenvorstellung CIVIVI) und SENCUT 2020 für den Einstieg. Bis 2023 hatte WE mehr als zwanzig Branchenauszeichnungen gesammelt, und die Fabrik war doppelt so groß geworden.
Was ein WE Knife ausmacht
Wenn du dich durch das aktuelle Programm klickst, erkennst du schnell ein Muster. Die Griffe sind meist aus Titan 6Al4V, die Klingen aus Pulverstählen wie CPM 20CV und Böhler M390, und viele Achsen laufen auf gekäfigten Keramikkugellagern. Die meisten Modelle haben einen Frame Lock, WE baut aber auch Button Locks und Crossbar Locks, du hast also wirklich die Wahl, wie dein Messer öffnet und schließt.
Die andere Hälfte der Geschichte ist die Designerliste. WE arbeitet mit Custom-Messermachern aus den USA, Europa und Asien zusammen, und diese Kooperationen haben Preise auf der Blade Show, der Blade Show West und der SHOT Show geholt. Ein schönes Detail für unsere Kundschaft in Österreich: M390 kommt von Böhler aus Kapfenberg in der Steiermark.
Nitro Mini: der Preisträger
Das Nitro Mini stammt von Peter Carey und wurde auf der Blade Show West 2022 als Best Factory Folder und Factory Best in Show ausgezeichnet. Ein kompakter Flipper mit 79,5 mm Drop-Point-Klinge aus CPM 20CV, 3,2 mm stark, dazu Daumenpins, falls du lieber langsam öffnest. Diese Variante hat eine Einlage aus Linen Micarta im Titangriff mit Frame Lock, das bringt Grip und nimmt dem Metall die Kälte. 102 g, Keramiklager, Titanclip. CPM 20CV ist der enge Verwandte von M390 aus dem Hause Crucible, sehr verschleißfest und wirklich rostträge.
Banter 2: der einfache Einstieg
Ben Petersens Banter gehört zu den schlichtesten Entwürfen von WE, und genau deshalb mögen es so viele. Das Original hat einen Liner Lock. Das Banter 2 wechselt zum Crossbar Lock, den du von beiden Seiten des Griffs entriegeln kannst, Linkshänder bekommen also dasselbe Messer wie alle anderen. 73 mm CPM S35VN mit 2,6 mm, ein blauer Aluminiumgriff, Daumenpins aus Titan, ein Keramiklager, ein Clip für links oder rechts und insgesamt 87 g. Klein genug für die Jackentasche, robust genug für die Garage. Mehr in dieser Art findest du bei unseren EDC-Messern.
Qubit: ein Button Lock aus der eigenen Entwicklung
Das Qubit kommt vom hauseigenen Designteam von WE. Es öffnet über Daumenpins und verriegelt mit einem Button Lock, und WE hat unter den Knopf eine kleine Feder gesetzt. Sie gibt genug Widerstand, damit sich nichts versehentlich löst, und trotzdem reicht ein leichter Druck. 81,3 mm Drop Point aus CPM 20CV, Griff und Clip aus Titan, eine geflammte Achskappe als einziger Farbtupfer, 86 g. Klare Linien, nichts, woran es hängen bleibt.
Inmate: wenn du mehr Klinge willst
Das Inmate von Jerad Neeve ist hier das große Messer. Du bekommst einen Spear Point mit 93,9 mm aus CPM 20CV mit Hollow Grind, geöffnet wahlweise über den Front Flipper oder durch das Daumenloch. Verriegelt wird mit einem Frame Lock aus Titan, die Klinge läuft auf Keramikkugellagern. Mit 117 g und 21,3 cm offen ist es das größte der fünf und das Messer, das wir einpacken würden, wenn richtig Arbeit ansteht.
Ryson: ein deutscher Entwurf auf Bronzescheiben
Sam Tran aus Deutschland hat das Ryson gezeichnet, und es fühlt sich ein wenig anders an als der Rest des Programms. Die Harpoon-Klinge ist aus Böhler M390, 84,5 mm lang, mit Hollow Grind und Hand Rubbed Satin Finish. Statt auf Kugellagern läuft die Achse auf Bronzescheiben, das ergibt einen ruhigeren, klassischeren Lauf. Öffnen über den Daumenpin, Frame Lock aus Titan, Titanclip, 88 g. Ein schlanker Gentleman-Folder mit ernsthaftem Stahl.
Womit würden wir anfangen?
Nimm das Banter 2, wenn du herausfinden willst, ob WE zu dir passt, bevor du zu Titan wechselst. Das Nitro Mini ist der Preisträger im taschenfreundlichen Format, das Qubit ist für alle, die Button Locks mögen, das Inmate bringt mehr Klinge, und das Ryson ist unsere Wahl, wenn du M390 mit ruhigem, klassischem Lauf willst.
Alle Modelle von WE Knife, die wir führen, findest du in unserer Kollektion WE Knife, oder du suchst nach WE Knife und siehst alles auf einen Blick. Noch am Vergleichen? Stöbere in unseren klappbaren EDC-Messern.